Nach drei oder vier Saisonen zeigt sich bei vielen Betrieben ein klares Bild: Es wird deutlich öfter geladen als früher.
Die Frage ist nur – warum?
Liegt es einfach daran, dass es insgesamt mehr E-Autos gibt?
Oder passiert gerade etwas anderes?
Beobachtungen aus der Praxis deuten auf einen spannenden Trend hin:
Immer mehr Gäste fahren bewusst mit dem E-Auto auf Urlaub – wenn sie wissen, dass am Aufenthaltsort eine Wallbox vorhanden ist.
Früher war das E-Auto oft das Zweitfahrzeug für Kurzstrecken.
Für längere Urlaubsfahrten wurde „zur Sicherheit“ noch der Verbrenner genommen.
Heute ist das anders.
Wenn klar ist, dass am Hotel oder bei der Ferienwohnung bequem über Nacht geladen werden kann, fällt diese Unsicherheit weg. Das E-Auto wird zur ersten Wahl – auch für die Anreise.
Und genau hier entsteht ein unterschätzter Effekt:
Ein Betrieb mit Ladeinfrastruktur beeinflusst die Fahrzeugwahl seiner Gäste.
Das bedeutet nicht nur zusätzliche Ladeumsätze.
Es bedeutet auch höhere Attraktivität für eine wachsende Zielgruppe.
Wer keine Wallbox anbietet, verliert möglicherweise nicht nur Stromumsatz – sondern Gäste, die gezielt nach Lademöglichkeiten suchen.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht mehr:
„Wie viel Umsatz bringt mir eine Wallbox?“
Sondern:
„Wie viel Umsatz habe ich in den letzten Jahren verloren, weil ich keine hatte?“
Destination Charging ist längst kein Zusatzservice mehr.
Es wird zunehmend Teil der Reiseentscheidung.
Und diese Entwicklung beschleunigt sich – Saison für Saison.
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